Warum die übliche Evaluierung scheitert
Einkaufs-Scorecards vergleichen Tagessätze, Zertifizierungen und Kundenlogos. Nichts davon sagt voraus, ob der Berater, der in Woche drei antritt, Ihr Problem lösen kann. Der entscheidende Unterschied zwischen Partnern liegt darin, wen sie tatsächlich für das Projekt bereitstellen können und wie lange diese Person bleibt.
Neun Fragen, die Sie stellen sollten
- Wer genau wird daran arbeiten – konkrete Namen, CVs, Verfügbarkeit, keine anonymen Profile aus einer Datenbank
- Haben diese Personen bereits zusammengearbeitet oder ist es das erste Mal?
- Wie hoch war die Beraterkontinuität in den letzten zwölf Monaten?
- Wie gehen Sie mit einer Fehlbesetzung in Woche zwei um – Kosten für den Austausch und Fristen?
- Welche Teile erbringen Sie selbst und was wird an Subunternehmer vergeben?
- Was passiert mit dem Wissen, wenn das Engagement endet?
- Wie bepreisen Sie Change Requests innerhalb eines AMS-Vertrags?
- Können wir mit einer Referenz mit vergleichbarer Systemlandschaft und Unternehmensgröße sprechen?
- Wer ist der Eskalationskontakt und welche Reaktionszeiten werden zugesichert?
Die Antworten richtig deuten
Vage Aussagen über „unseren Pool von über X Beratern“ bedeuten, dass das Staffing ein Glücksspiel ist. Konkrete Antworten mit Namen, Daten und früheren gemeinsamen Projekten zeigen, dass sich der Partner auf ein festes Team festlegt und nicht auf eine anonyme Beraterbank.
Vertragsklauseln, die Sie absichern
- Namentlich benannte Berater im Statement of Work (SOW)
- Eine Austauschklausel mit definierten Einarbeitungskosten
- Dokumentierter Wissenstransfer als konkretes Deliverable, nicht als bloßes Versprechen
- Ein bereits vor dem Go-live vereinbarter Exit-Plan, nicht erst nach dem ersten Streitfall
Häufige Fragen
- Was ist die aussagekräftigste Frage?
- Die Beraterkontinuität der letzten zwölf Monate. Eine hohe Fluktuation führt unweigerlich zu Wissensverlust und wiederholtem Onboarding auf Ihre Kosten.
- Sollten namentlich genannte Berater im Vertrag stehen?
- Ja. Die namentliche Nennung von Personen im Statement of Work mit einem klar definierten Austauschprozess ist der wirksamste Schutz vor wechselndem Personal.
